Sa 14.Oktober | »M’illumino | dal suono« | Lisa Werhahn, Snezana Nesic

PROGRAMM

Luciano Berio
»Sequenza Nr.13«
für Akkordeon solo (1995/96)

Heinrich Ignaz Franz Biber
»Passacaglia« für Violine Solo (1676)

Giovanni Antonio Pandolfi Mealli
Sonata Op.4 No.1 »La Bernabea«
per chiesa e camera (1660)

Joachim Heintz
»Tobol« für Akkordeon (2009)

Snezana Nesic
»Study for Beginning of Time II«
für Akkordeon (2012/17) EA

Snezana Nesic
»Butterfly Valley«
für Violine und Akkordeon (2009/17) UA

Der Titel der Konzertreihe ist eine Anspielung auf Giuseppe Ungarettis kurzes Gedicht »M’illumino | d’immenso« (Ich erleuchte mich | durch Unermessliches). Inspiriert von der Idee der durch starke Lichtkontraste ausgeprägten Chiaroscuro-Malerei wird programmatisch eine Brücke geschlagen zwischen zeitgenössischen Werken und der Ästhetik des Barocks. Die Kompositionen beziehen sich vorwiegend auf literarische Vorlagen: Das Stück »Tobol« von Joachim Heintz basiert auf dem Gedichtszyklus »Blockade« von Gennadij Gor, Luciano Berios »Sequenza Nr. 13« beruht auf einem Textfragment von Edoardo Sanguineti, »Butterfly Valley« und »The Etude for Beginning of Time II« von Snezana Nesic auf Texten von Inger Christensen, Giuseppe Ungaretti und Snezana Nesic. Die Kompositionen der barocken Komponisten Pandolfi Meali und Heinrich Ignaz Franz Biber sind dagegen reine »musikalische Erzählungen« und klingen durch ihre originale Klangsprache und einfallsreiche musikalische Rhetorik im Stylus phantasticus noch heute unverbraucht.

 


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